Spielräume

 

Wir sind getragen von der Vision  mit Säuglingen, Kindern und Erwachsenen wahrhaftig und einfühlsam zu leben, eigeninitiiert zu lernen und zu wachsen.

Deshalb bieten wir begleitete Eltern-Kind-Gruppen nach Emmi Pikler in der Kleinkindbetreuung Neunteln, Hohenems, Maria-Waldburga-Str. 1 an. Der nächste Turnus startet am Mittwoch, 26. September 2012,  nachmittags von 14.30 bis 15.30 Uhr. Ein Turnus umfasst 10 Spielräume (Eltern und Kinder) und 2 Gesprächsräume (abends, nur mit Eltern).

 

Gruppenbildung

Die Gruppen setzen sich aus Kindern in ähnlichem Alter zusammen. So können wir ihren Entwicklungsbedürfnissen und Entwicklungsinteressen bestmöglich entsprechen.

 

Kosten

Beitrag für den gesamten Turnus € 40.--

Anmeldung
Kindergartenreferat der Stadt Hohenems Tel.: 05576/7101- 1242 , Anmeldung bis 2 Wochen vor Beginn

 

Der Spielraum

Der Spielraum ist dem Entwicklungsalter der Kinder entsprechend vorbereitet. Zu Beginn der Spielraumzeit suchen sich die Eltern und Kinder gemeinsam ein Basislager am Rand des Raumes. Von hier aus beobachten die Eltern ihre Kinder. Die Kinder bestimmen selbst, wann sie was ausprobieren, genauer erforschen und mit wem sie Kontakt aufnehmen wollen. Die Gruppengröße umfasst 6-8 Kinder mit jeweils einem Elternteil/ Hauptbezugsperson.

Im genauen Beobachten der Kinder können Eltern erfahren, welche Fähigkeiten ihre Kinder gerade trainieren, welche Fertigkeiten ihre Kinder schon ausgebildet haben, für welche Materialien und sozialen Kontakte sie sich interessieren. Das schafft Vertrauen in die Eltern-Kind-Beziehung und in die Entwicklung des Kindes.

Gesprächsraum

Hier tauschen sich die Eltern über Erfahrungen im Spielraum und Fragen aus dem täglichen Leben mit ihrem Kind aus. Wir besprechen die Entwicklung der Kinder unter bestimmten Aspekten wie Gleichgewichtsentwicklung, soziales Lernen usw..

 

Unsere Rolle als Begleiterinnen

Wir beobachten die Kinder aufmerksam, beschreiben mit Worten ihre Aktivitäten, wenn sie mit uns Kontakt aufnehmen. Wir sorgen für die emotionale und körperliche Sicherheit der Kinder.

Wenn ein Kind z.B. den Dreieckständer erklimmt, könnte ich begleitend sagen: "Du hast deinen Fuß auf die erste Sprosse gestellt und deine beiden Hände umfassen fest die 4. Sprosse." Kommt ein Kind nicht weiter, ist über seine Grenzen gegangen, geben wir Einfühlung: "Fühlst du dich wackelig und möchtest gerne wissen,  wie du wieder herunterkommst?", oder wir fragen: "Möchtest du, dass ich dir helfe?" oder "Magst du alleine wieder hinuntersteigen?" Signalisiert das Kind, dass es Hilfe möchte, helfen wir ihm aus der Situation heraus. 

Wir begleiten sie auch in Konflikten untereinander. Wenn sie z.B. in der Sorge um 'ihren Besitz' ein anderes Kind "schupfend", beschreiben wir die Handlungen beider Kinder, geben Einfühlung oder schreiten ein, wenn ein Kind körperlich gefährdet ist.

Der Wunsch nach dem Spielzeug eines anderen Kindes ist meist Ausdruck eines tiefer dahinter liegenden Bedürfnisses. Z.B mitspielen wollen, gesehen werden, Kontakt, die eigene Selbstwirksamkeit prüfen, Nähe spüren oder auch eine bestimmte Gefühlsqualität wie Stärke, Spaß, vertiefte Konzentration usw. erfahren wollen. Immer wieder bergen sich im Miteinander der Kinder spannende Detektivgeschichten für Begleitpersonen.

 

 

 

 

 

 

 

Kinder sich bewegen lassen

eine Dokumentation über die Umsetzung der Erkenntnisse von Maria Montessori, Elfriede Hengstenberg, Emmi Pikler in diversen Klein-Kinderbetreuungseinrichtungen

http://www.uk-nord.de/de/nc/unfallkasse-nord/videos.html?tx_fsservicecontainer_pi1[video]=8